Zwischen Rathaus und Kinderzimmer – Neu-Ulms OB Katrin Albsteiger über Familie, Karriere & Mental Load

Shownotes

Wie schafft man Familie, Spitzenjob und Alltag, ohne selbst auf der Strecke zu bleiben?

In der ersten Folge von „Die Mama von…“ spricht DONAU 3 FM News-Moderatorin Regina Wysocki mit Neu-Ulms Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger über das, was viele Mütter kennen: Mental Load, schlechtes Gewissen, Karriere, Familienchaos und den ständigen Versuch, allem gerecht zu werden. Offen, ehrlich und ohne perfekte Instagram-Fassade geht es darum, warum niemand immer alles im Griff haben muss und warum glückliche Mamas oft auch glücklichere Kinder haben.

„Die Mama von…“ – der neue DONAU 3 FM Podcast über echten Familienalltag, starke Geschichten und das Gefühl: Wir sind nicht alleine.

Transkript anzeigen

00:00:01:

00:00:06: Hier dreht sich alles um

00:00:08: die wichtigste,

00:00:09: chaotischste und vermutlich schönste Rolle unseres Lebens.

00:00:13: Willkommen zu ... In unserem Podcast reden wir über Geschichten aus dem echten Leben Unperfekten, laut und wunderbar.

00:00:23: Ich bin Regina Visocchi die Mama von zwei Jungs und einem Mädchen.

00:00:27: Schnab den in Kaffee und hör rein!

00:00:35: Sie ist die Mama von Marisa und Alicia, arbeitet teils sechzig bis achtzig Stunden pro Woche.

00:00:41: Repräsentiert die Stadt Neuholm und hat trotzdem noch Zeit Eltern-Taxi zu spielen.

00:00:47: in unserem Podcast Die Mama von heute zu Gast Katrin Alpsteiger.

00:00:51: Ja vielen herzlichen Dank für die Einladung freut mich!

00:00:53: Werden sie denn oft als die Mama Von vorgestellt?

00:00:57: Tatsächlich nicht, es läuft andersrum.

00:00:59: Aber das dürfte wahrscheinlich nichts überraschend sein.

00:01:02: Nein!

00:01:02: Beim Elternabend jetzt zum Beispiel wenn sie da sind ist es dann auch so dass die Leute von ihnen irgendwas Offizielles wollen oder Sie auch sehr offiziell behandeln?

00:01:11: Oder sind Sie da wirklich mal die Mama von?

00:01:13: Da bin ich wirklich die Mama aber das liegt glaube ich auch daran.

00:01:16: Ich wohne ja in der Gegend sage ich erstmal schon sehr sehr lang.

00:01:20: Okay.

00:01:20: Ich kenne viele von denenjenigen die heute Mamas von sind schon seit Schulzeiten Und dementsprechend im eigenen Stadtteil bin ich schon eher einfach nur ich die Katrin von nebenan, so mehr oder weniger.

00:01:33: Und das ist eigentlich auch richtig, richtig schön!

00:01:35: Da fühle ich mich ganz wohl weil im Amt bin ich ja oft genug.

00:01:38: Sie haben ja Familie sie haben einen super wichtigen Job.

00:01:42: Ich bin immer schwer beeindruckt wenn ich sehe wie sich sowas alles unter einen Hut bekommen.

00:01:46: Ich bin manchmal überfordert mit meiner fünfzig Prozent Stelle und den drei Kindern zu Hause und sie sind trotzdem da sie strahlen und alles funktioniert.

00:01:55: Wie schaffen Sie das?

00:01:56: Schön, wenn es nach außen so aussieht.

00:01:59: Das ist tatsächlich keine Ahnung!

00:02:01: Ich weiß nicht... Also was auf jeden Fall schon ein wichtiger Punkt ist glaube ich man hat's im Naturell oder man hats nicht.

00:02:11: Ich denke eine positive Lebenseinstellung grundsätzlich das Glas immer eher halb voll zu sehen als halb leer gut organisiert zu sein.

00:02:20: Das sind übrigens viele Mütter die arbeiten gehen Da gehöre ich, würde ich sagen auch dazu.

00:02:25: Das ist durchaus hilfreich beim Management zu des Gesamtjobs aber es ist im Großen und Ganzen tatsächlich eine Lebenseinstellung Und auch Spaß an der Arbeit.

00:02:37: natürlich das gehört auch dazu und wenn das passt dann ja Dann funktioniert's in der Regel auch und natürlich geht auch mal was schief.

00:02:45: Aber die Kunst ist das so hinzubekommen dass es niemand merkt.

00:02:49: Darf ich das erwähnen?

00:02:49: Sie haben vorhin gesagt, sie haben heute verschlafen.

00:02:52: Ich muss allerdings dazusagen zu meiner eigenen Verteidigung!

00:02:55: Ich kann mich gar nicht erinnern, wann es das letzte Mal passiert ist.

00:02:58: Also das ist jetzt nicht so dass ich irgendwie jeden Monat einmal einen Tag habe an dem ich verschlaf Ganz im Gegenteil, also ich bin ziemlich durcheinander jetzt.

00:03:06: Weil so was passiert eigentlich wie gesagt nicht und es kam halt tausend Sachen zusammen.

00:03:11: mein Mann musste heute auch nicht aufstehen weil er krank ist.

00:03:14: Und deswegen hat gar kein Wecker geklingelt und Ratsfahrts war sechs Uhr achtundfünfzig und ich bin nur aufgewacht weil eine Tür geknallt hat.

00:03:22: bei mir ja das war dann ein bisschen hektisch morgens.

00:03:26: Ich kam auch witzigerweise zwanzig Minuten zum ersten Termin zu

00:03:31: spät

00:03:32: der aber ausgefallen ist.

00:03:34: Also manchmal braucht man einfach nur ein bisschen Glück.

00:03:38: Hat ja perfekt gepasst.

00:03:39: dann heute!

00:03:41: An so stressigen Tagen gibt's irgendwas, wie sie sich selber runterbekommen den Stress rausnehmen vielleicht auch in der Familie dann den Stress heraus nehmen wenn Sie merken morgens es ist sehr

00:03:52: hektisch.

00:03:52: also an stressigen tagen gehe ich ziemlich auf Ja?

00:03:56: Ich liebs das ist genau mein Ding.

00:04:01: Ich merke dann natürlich eigentlich eher an Tagen, wo es nicht so stressig ist.

00:04:06: Dass ich mich da unheimlich schwer am Ball halten kann.

00:04:10: Also immer dann wenn ich freie Terminslots habe, wo man sagen könnte, da könnte ich ja jetzt mal irgendwie was anderes machen... Da fange ich dann also richtig faul zu werden!

00:04:21: Das ist schon schön, wenn ich meinen Tag frei hab aktuell ja jetzt nicht so aber es kommen wieder bessere Zeiten Und da kann ich dann so richtig nix tun.

00:04:32: Das finde ich großartig!

00:04:34: Oder ich fange an, Keller aufzuräumen.

00:04:36: Das kann auch passieren.

00:04:37: Das kenne ich ja auch.

00:04:38: Dann wenn man eigentlich mal Pause machen könnte, dann kommt sowas.

00:04:42: Haben Sie denn viel Hilfe drum herum?

00:04:45: Springt Ihr Mann bei ganz viel im Ein- oder arbeiten sie super gut zusammen und alles ist abgestimmt?

00:04:51: Oder gibt es vielleicht sogar Oma und Opa oder Nachbarn die helfen?

00:04:54: Ja ohne das wird's nicht funktionieren... Ein großes Dankeschön sagen wirklich an alle, die jetzt ehrlicherweise schon mich in meinem eigenen System mit der Arbeit dazu unterstützen.

00:05:07: In erster Linie ist das natürlich mein Mann.

00:05:09: Der war auch sechseinhalb Jahre lang komplett zu Hause also Hausmann und Vater und unterstützt aus seiner Arbeiten den Ehefrau.

00:05:19: Das ist ja immer noch alles, arbeitet Teilzeit inzwischen wieder Und organisiert halt alles.

00:05:26: Also ich erzähle immer ganz gerne die Geschichte, dass sich nicht mal in die Waschküche rein darf weil ich könnte da ja alles nur durcheinander bringen.

00:05:34: Das hört man eigentlich immer anders rum.

00:05:36: Ja das stimmt!

00:05:37: Aber es ist wirklich so... also ich muss zu Hause nichts machen?

00:05:42: Ich finde's aber ganz schön was zu machen wenn ich die Zeit dazu habe.

00:05:45: Ich finde Supermarkt-Einkaufen gehen total toll mach' ich richtig gern.

00:05:49: Immer dann wenn ich da mein freien Slot hab sage ich brauchen wir was brauchen wir?

00:05:54: Oder ich spüle auch mal gerne ab oder räume irgendwie auf und das ist natürlich schon so ein Punkt.

00:06:00: Man kennt es, die Frau kennt es eigentlich eher!

00:06:03: Die Tatsache dass Männer und Frauen unterschiedliche Standards haben was aufgeräumt bedeutet Zum Beispiel bringt mich schon manchmal an den Rand, gebe ich zu und dann wird natürlich aufgeräumt nachgeräumen.

00:06:15: Und am Anfang auch ein bisschen kritisiert.

00:06:18: aber ich habe mich davon ein bissel losgeeist.

00:06:21: weil also diese Entspanntheit muss man dann irgendwann einen Tag legen, sonst würde man ja nicht glücklich oder würde die ganze Zeit mit seinem Partner im Klinsch liegen.

00:06:27: Also hab das jetzt akzeptiert dass es halt nicht immer nur perfekt ist sondern halt so wie man wohnt.

00:06:35: Ja wir leben hier auch in dem Haus sagt mein Mann immer und dann passt das Ja und dann darüber hinaus ist es halt nicht nur er, sondern wir haben glücklicherweise auch noch Omas und Opas.

00:06:45: Also von den Töchtern Omas & Opas und zwei davon wohnen sogar in der gleichen Straße.

00:06:50: Oh super!

00:06:51: Und es gibt einmal die Woche Oma-Opartag von den einen und einmal in der Woche Omo-Opertag von dem anderen wenn sie von der Schule also heim kommen sind, die auch daut betreut... ...und das gibt meinem Mann dann auch die Möglichkeit arbeiten zu gehen oder Zuhause aufzuräumen, Wäsche zu waschen, zu putzen oder was halt eben so anfällt.

00:07:08: Entspannt zieht es auch.

00:07:10: Wenn Sie wissen, die sind jetzt bei Oma und Opa und müssen vielleicht nicht alleine von dem Sport zum nächsten oder in die Betreuung, in den Hort

00:07:18: gehen?

00:07:19: Ja ich habe meine Aufgaben im Übrigen.

00:07:21: also wir haben schon eine klare Aufgabenteilung und das gibt auch Dinge, die muss echt tun

00:07:25: zuhause

00:07:26: um die Familie zu unterstützen.

00:07:28: Das Gute ist, dass keine so verantwortungsvollen Aufgaben sind.

00:07:32: Wenn ich die mal zum Beispiel vergessen würde, wäre es nicht allzu schlimm.

00:07:35: oder wenn ich aus einem Termin nicht rechtzeitig rauskomme dann habe ich immer noch ein Backup oder so.

00:07:40: Also ich bin in der Regel niemand oder seltenst jemand auf dem man sich zu hundert Prozent dann in diesem Fall verlassen können muss.

00:07:47: Ja das sind eigentlich eher solche Sachen wie Anrufe zu tätigen oder E-Mails zu schreiben oder so und wann ich das dann macht zwischendrin?

00:07:54: Das bleibt an mir überlassen.

00:07:57: Also das Management, sag ich mal.

00:07:59: Das liegt woanders bei uns und das entspannt mich natürlich weil ich kriege das nicht hin mit meinem Job und dann auch noch dort die Hauptverantwortung zu tragen.

00:08:09: Ich wünschte zwar es wäre so aber es ist halt einfach eine Utopie.

00:08:12: Und wenn man einen Job hat der ist eher so zwischen sechzigundachtzig Stunden in der Woche Dann kann das nicht funktionieren.

00:08:18: das geht einfach nicht.

00:08:21: Und

00:08:21: ja deswegen wird's nicht ohne Unterstützung gehen bin ich ganz ehrlich Ja aber

00:08:25: das ist ja auch vollkommen logisch und es glaube ich wird auch kein Mensch erwarten.

00:08:30: Sie haben gesagt ihr Mann war zu Hause, war das dann in der Elternzeit oder konnten sie da dann auch zumindest eine Weile zuhause bleiben?

00:08:37: Mein Mann war Zuhause in den drei Jahren nach der Geburt meine ersten Tochter und dann nochmal drei Nachdem dann auch die zweite Tochter auf die Welt gekommen ist Und ich hatte keine Elternzeit.

00:08:50: Das war bei der ersten bei Alicia so, dass sie auf die Welt gekommen ist während ich im Bundestag saß.

00:08:57: Also nicht exakt in diesem Moment natürlich!

00:09:00: Aber in der Zeit also genau mittendrin in den vier Jahren und da habe ich den Mutterschutz mitgenommen sozusagen.

00:09:09: Also das klassisch die paar Wochen vor dem Geburtstermin und auch die paar wochen danach Und danach habe ich eigentlich direkt wieder angefangen.

00:09:19: Natürlich drückt man da noch ein bisschen auf die Bremse am Anfang, aber Berlin ist halt Berlin und ich erinnere mich noch sehr gut daran in der ersten Berlinwoche nach der Geburt.

00:09:29: was sie dann dabei also nachdem der Mutterschutz vorbei war mit meinem Mann und es war so stressig für uns alle.

00:09:36: Also einfach fremde Stadt.

00:09:38: mein Mann hatte natürlich niemand außen rum außer halt Das Kind, keine Ansprache zu anderen die erkennt.

00:09:45: Keine Familie die unterstützen kann.

00:09:47: und ich war immer so zwischen den Sitzungen da mal kurz zum Abstillen noch hin.

00:09:53: das war schon irgendwie brutal Und deswegen haben wir uns entschieden dass es alles nicht so wie wir uns das vorstellen ist für niemanden gut nicht für das kind Nicht für meinen Mann und ehrlicherweise für mich auch nicht.

00:10:06: Und daraufhin blieb er dann zu Hause und dann war halt, das ging drei Monate alt.

00:10:10: Ich habe es fünf Tage am Stück nicht gesehen.

00:10:12: Das klingt jetzt hart.

00:10:14: War's ehrlicherweise auch?

00:10:16: Ich glaube ich hab einen echten Knacks davon getragen aus dieser Zeit also wegen der Trennung Mein Kind geht es allerdings super.

00:10:25: Bis heute sagt sie Mama, ich weiß nicht was du hast!

00:10:27: Ich hab doch auch noch ein Papa.

00:10:30: Das ist richtig gut.

00:10:31: das macht mich auch sehr glücklich und beide meine Töchter haben auch bei der Frage ob ich wieder kandidieren würde als OB oder eben nicht soll ganz klar mit einem Jahr geantwortet obwohl ich ihnen aufgezeigt habe was wäre wenn ich's nicht mehr werde nämlich mehr Zeit Wochenende ins Bett bringen können und so.

00:10:47: aber sie stehen trotzdem total dahinter.

00:10:51: Ja, das war eine stressige Zeit damals und die zweite kam tatsächlich ganz pünktlich auf die Welt als ich aus dem Bundestag rausgeflogen bin sozusagen.

00:10:59: Also war ja Listenabgeordnete.

00:11:01: Das hat da dann bei der zweiten Periode eben nicht mehr geklappt und dadurch war ich so zu sagen frei und konnte aus der Mutterschutzzeit meine Bewerbungen für den nächsten Job schreiben.

00:11:15: Und da ist dann klassisch das passiert, was bei jeder Familie, bei jedem Paar.

00:11:19: Wenn ein Kind auf dem Weg ist, passiert man überlegt sich natürlich wer kann jetzt zu Hause bleiben?

00:11:23: Bei ihm ist es klüger.

00:11:25: Wer kann leichter wieder einsteigen in den Job?

00:11:28: Wer verdient mehr?

00:11:30: Ja und wer kann sich's überhaupt vorstellen?

00:11:32: Da das bei uns ziemlich mit der Vorstellung ausgeglichen war also wir konnten uns beide vorstellen zuhause zu bleiben ich aber sicherlich Schwierigkeiten gehabt hätte nach einer längeren Auszeit wieder einen neuen Job zu finden haben wir uns entschieden, dass er daheim bleibt und ich eben wieder zum Arbeiten gehe dann auch nach diesen drei Monaten.

00:11:51: Aber es hat ja anscheinend gut funktioniert?

00:11:54: Hat funktioniert!

00:11:55: Für uns als Familie klappt das hervorragend.

00:11:57: Managementtechnisch auch super da kann ich mich überhaupt nicht beklagen aber... Ich bin eben Mutter und da tut's emotional auch manchmal weh.

00:12:05: Ja das verstehe ich.

00:12:07: Ich habe eine Freundin die hat nach einem Jahr ist sie wieder eingestiegen hat ihr Kind in die Kita gebracht Und eine Kollegin hat sie empfangen mit, ach bist du jetzt auch so ne Rabenmutter.

00:12:19: Oh Gott!

00:12:19: Und die für die war natürlich nicht nur der Tag sondern auch die ersten Monate dort gelaufen.

00:12:24: Weil immer wenn sie ihre Kollegin begegnet ist, hat sie sich gedacht okay... Die hat so ne Einstellung zu mir.

00:12:31: Was würden Sie jetzt ne Mama sagen da sowas passiert?

00:12:34: Weil eigentlich müssen wir Mamas uns ja diesen Druck voneinander nehmen.

00:12:38: Jeder darf so sein wie er will, jeder is immer noch Mensch und nicht nur die Mama.

00:12:41: von was würden Sie das sagen?

00:12:43: Absolut.

00:12:44: Ich habe da auch tatsächlich einen Tipp bzw.

00:12:46: eine Geschichte dazu, da kann man es glaube ich ableiten davon.

00:12:49: Ich hab nämlich eine ähnliche Erfahrung gemacht nur mit dem Unterschied dass ich nicht explizit als Rabenmutter bezeichnet worden bin.

00:12:55: vielleicht hat sich das gedacht oder andere denken sich's?

00:12:58: Ich weiß es nicht.

00:12:59: Gott sei Dank bekommt man ja nicht alles mit was andere Leute überhin denken und es war zu der Zeit also im Begriff Stand Kandidatin zu werden zum ersten Mal im OB-Amt Und also war es circa Frühling, und da erzählte mir eine Bekannte von einem Gespräch mit einer anderen Dame.

00:13:22: Die andere Dame war schon eher so in dem Alter um die Achtzig rum.

00:13:26: Und diese hat wohl zu der anderen Bekannten gesagt ihr habt ihr denn niemand anderes als die Katrin für den Job als Oberbürgermeisterin?

00:13:34: Okay!

00:13:35: Und dann hat sie gefragt ja wieso?

00:13:37: was ist mit der Katrin nicht in Ordnung?

00:13:40: Und daraufhin meinte sie nur so, ach die armen Kinder.

00:13:44: So das ist der Moment als ich das gehört habe.

00:13:46: da gehen einem erstmal irgendwie alle Nackenhaare hoch und dann steht natürlich auf der Stirn geschrieben Rabemutter auch wenn es nicht so ausgesprochen worden ist.

00:13:56: Ich bin also nach Hause gekommen und hab meinen Mann davon erzählt war total aufgelöst ehrlicherweise und auch besorgt weil irgendwie nimmt man's ja schon ernst, denkt jetzt jeder von mir.

00:14:07: Und dann meinte mein Mann so zu mir, du ganz im Ernst ich würde mich an der Stelle total entspannen.

00:14:13: Erstens überleg doch mal wie die Damen von damals so aufgewachsen sind.

00:14:18: Die haben einfach komplett andere Lebensrealitäten gehabt.

00:14:22: Die hat vielleicht ihren Mann im Kopf gehabt wie der damals Nicht mal eine Windel hat wechseln können.

00:14:27: Heutzutage sind die Männer doch ganz anders drauf, also die kann man mit den Kindern alleine lassen.

00:14:32: In Klammer natürlich, die älteren hätte man auch können aber da hat man es halt nicht gemacht und deswegen ein bisschen mehr Verständnis für sie ist.

00:14:40: Sozialisation von Älterinnen, die es einfach nicht anders kannten muss man schon auch aufbringen, die meint das bestimmt nicht so persönlich ja?

00:14:48: Das ist halt ihre Lebensrealität gewesen.

00:14:50: Die konnte sich das nicht vorstellen dass ich hier unterwegs bin mit dem Baby komplett drum kümmert.

00:14:56: Und zweitens, wenn hier überhaupt jemand sauer zu sein hat dann ja wohl ich also mein Mann

00:15:01: weil

00:15:01: mir draus ist ja offensichtlich nicht zu dass ich das schaffe und es habe mich total beruhigt!

00:15:07: Ich finde er hat sowas von Recht und sei der bin ich total entspannt und beantworte auch die Frage inzwischen sehr gern.

00:15:14: wenn jemand fragt wie organisieren sie das eigentlich?

00:15:18: Die Antwort ist so einfach dass die Kinder haben auch noch einen Vater Der macht das super.

00:15:25: Das finde ich echt toll!

00:15:27: Sie haben ja zwei Mädels, was möchten sie denn ihren Mädchen besonders mit auf den Weg geben?

00:15:32: Wow, das ist eine große Frage und darauf gibt es ganz große Antworten wahrscheinlich.

00:15:39: Ich bin ja auch nur ein ganz normaler Mensch, eine ganz normale Frau und wahrscheinlich unterscheidet sich das nicht so sonderlich von anderen.

00:15:46: Ich wünsche mir halt dass meine Töchter wissen, dass man mit Fleiß eigentlich so gut wie alles erreichen kann.

00:15:54: Und dass sie an sich glauben, dass sie in einer Gesellschaft leben, in der alles möglich ist und ich hoffe auch das wir die Gesellschaft sowie es auch noch lang, lang, langsam bewahren können, dass es keine Einschränkungen gibt, dass gleichberechtigung zwischen Mann und Frau gibt Dass wir Gleiches verdienen können für gleichwertige Arbeit und dass man eben nicht nur Minderheit angehört, sondern auch in Führungspositionen immer mehr Frauen haben wird.

00:16:21: Aber das hängt natürlich ganz stark davon ab ob sie selber wollen, ob Sie bereit sind dafür um dieses Selbstwusstsein mitzugeben an sich selber zu glauben.

00:16:31: Das ist glaube ich schon ein ganz wichtiger Punkt.

00:16:33: jetzt bin ich Frau in Fführungspostion?

00:16:36: Ich muss den gar nicht viel erzählen!

00:16:37: Ich versuche es halt einfach vorzuleben.

00:16:40: Wenn wir jetzt auf unsere Gesellschaft gucken, Sie haben es gerade gesagt oder wenn man hört was so in der Welt vor sich geht.

00:16:45: Haben sie manchmal auch ein bisschen Angst?

00:16:47: Oder zu große Sorgen ihre Mädels betreffend?

00:16:51: Ja schon!

00:16:52: Also ich bin insgesamt niemand der großartig ängstlich ist.

00:16:58: Da ich ja immer ans Gute zum Schluss glaube habe ich nicht diese Panikgefühle oder so.

00:17:05: aber natürlich... Ich lese Zeitungen, ich werde die Nachrichten Beobachte was passiert in der Welt und auch in unserem Land.

00:17:14: Und natürlich kann man sich da nicht komplett frei machen von der Sorge, dass hier vielleicht gerade etwas passiert, was für die Menschheit insgesamt durchaus gefährlich sein kann.

00:17:26: Ich habe deswegen für mich entschieden das ich meinen Teil versucht dazu beizutragen eben die Stabilität im Land, die Toleranz, die Vielfalt Das Gute miteinander, den Respekt voreinander einfach auch zu leben und zu versuchen so gut es geht.

00:17:42: Zu bewahren.

00:17:44: Und dann hoffe ich dass sich eben Teil dazu beitragen kann das die Welt ein Stück weit besser wird und auch meine Kinder und die nachfolgenden Generationen einfach hier gut leben können.

00:17:53: Sie haben vorhin gesagt sie müssen auch Sachen zu Hause übernehmen wie natürlich jeder.

00:17:57: mein Mann muss auch übernehmen.

00:17:59: auch wenn ich die meiste Zeit zuhause bin hat jeder seine festgeschriebenen Sachen.

00:18:03: zählt bei ihnen Elterntaxi dazu?

00:18:05: Ja,

00:18:05: manchmal

00:18:06: auch.

00:18:08: Und lieben Sie es genauso wie alle anderen auch?

00:18:09: Oder ist das dann eher die Entspannung, wo sie kurz vielleicht durchatmen können?

00:18:15: Das ist doch so ein Klassiker.

00:18:16: Die Frauen zwischen thirty-fünf und forty-fünfe befinden sich wenn man sie sucht in the car.

00:18:25: Das gibt's bei uns auch aber dieses hält sich natürlich bei mir aus guten Gründen und Terminschwierigkeiten in Grenzen.

00:18:32: Zum Beispiel bin ich zuständig dafür, Dienstagsabend um zwanzig Uhr meine Tochter und ihre Kusine von der Wasserwacht abzuholen.

00:18:42: Und das funktioniert nicht jeden Dienstag aufgrund von Abendveranstaltungen.

00:18:46: aber Dienstag ist ein guter Tag.

00:18:47: da findet nicht allzu viel statt und nicht jeden Dienstag und manchmal fängt auch schon um achtzehn oder dreißig an.

00:18:53: dann kann man sich dann auch in kurz vor zwanziger Uhr mal wieder aus dem Staub machen.

00:18:58: Oder ich habe halt tatsächlich gar keine Abendveranstaltungen, sondern nur eine Sitzung die um sechzehn Uhr dreißig beginnt und die ist dann nach drei Stunden in der Regel auch aus.

00:19:06: Und somit passt es ganz gut.

00:19:08: das Schwimmbad liegt auf dem Heimweg da hole ich sie ab.

00:19:11: also das ist halt perfekt in meinen Terminkalender integriert.

00:19:15: oder Mittwochs da fahre ich die größte Tochter zum Reiten hier reitet den Pfaffenhofen und dass ist meine Ich nenne das immer kumulierte Mittagspause macht nie mittags Pause außer Mittwoches.

00:19:26: Und da nehme ich das Auto, fahre nach Hause.

00:19:29: Laht sie ein und fahr nach Pfaffenhofen dort reiteziehne Stunde.

00:19:33: in der stunde gehe ich joggen dort um den Reiterhof rum sozusagen.

00:19:38: Paxi um fünfzehn Uhr wieder ein.

00:19:40: wir fahren nach hause dort duschig schnell und dann bin ich bis sechzehn uhr wieder im Rathaus zurück.

00:19:45: also dass ist so.

00:19:47: der Mittwochsbahn bin ich ein bisschen länger weg vom Rathäus in der Zeit Aber das lässt sich halt einfach dann auch gut integrieren in den Kalender.

00:19:57: Joggen gehen will ich sowieso und dann will ich es halt einfach perfekt irgendwo so zwischendrin.

00:20:02: Nämlich Smith, ja.

00:20:04: Sie haben sehr vorhin schon gesagt die Planung ist

00:20:06: alles gut.

00:20:07: Das Terminmanagement ist das A und O.

00:20:09: Beim Sport entspannen sie da auch von all dem was so anlegt den ganzen Tag?

00:20:14: Ist das so ein Ventil?

00:20:16: Absolut!

00:20:17: Ich höre dann immer Podcast Musik, Hörbuch...ich denke nicht an die Arbeit.

00:20:22: Das ist auch gut so.

00:20:26: Ganz großartig finde ich ehrliche Weise, wenn in den Sommermonaten... Ich bin ein Gutwetter-Radler und gebe es zu.

00:20:34: Wenn das Wetter gut ist, also trocken und nicht mehr allzu klirrend kalt, dann fange ich im Frühjahr an mit dem Fahrrad ins Rathaus zur Radeln.

00:20:42: Und wenn ich nach Hause radel von den Terminen, da komme ich richtig runter.

00:20:46: Bis ich zuhause bin, ist der ganze Stress von mir abgefallen und das ist unglaublich viel wert!

00:20:51: Ja, das sollten wir Mamas uns glaube ich viel öfters.

00:20:53: Einfach solche Kleinigkeiten nehmen.

00:20:56: Das ist ja wirklich nichts Großes wenn sie sagen von der Arbeit mit dem Fahrrad nach Hause fahren aber wenn man das einfach dann nutzt da dazu um ein bisschen runter zu kommen.

00:21:03: Ich muss leider beim Auto nachhause fahren bei mir erst zu weit mit Fahrrad zumindest für mich.

00:21:08: Aber ich nutze genau diese halbe Stunde wirklich auch.

00:21:11: also dass sich daran mal mir den Kaffee ganz in Ruhe nehmen und auch was anhörigen Podcasts.

00:21:18: Und wirklich weder noch an die Arbeit denken, ich versuche ganz bewusst nicht dran zu denken, was jetzt Zuhause alles wartet.

00:21:25: Das mache ich vor der Fahrt, dass ich mir denke, heute steht noch das und das an, dass man es so auf dem Schirm hat, was noch kommt aber dann wirklich in der halben Stunde zählt nichts anderes.

00:21:35: Ich glaube, das ist super wichtig!

00:21:36: Es ist völlig egal wie viel man arbeitet, jeder hat einen vollen Terminplan.

00:21:40: irgendwie stoppen wir sind sich ja immer voll Durch was auch immer und deswegen diese Zeit für sich zu haben.

00:21:47: Ob auf dem Fahrrad, ob beim Joggen oder im Auto oder im Zug und einfach mal an nichts zu denken oder einfach nur mal für sich alleine zu sein das ist sehr schön.

00:21:59: Vor

00:22:00: der Geburt haben ja die meisten oder bevor sie überhaupt Kinder bekommen haben ganz viele eine Vorstellung wie man so selber als Mama sein wird was mir gut finden wird was nicht.

00:22:13: Ich weiß, ich habe damals gedacht.

00:22:15: Wie kann man sich nur irgendwelche krachseligen Kinder gemälde an einem Kühlschrank hängen?

00:22:21: Wenn sie meinen Kühlchrank jetzt sehen würden, da hängt von jedem Kind aus jedem Jahr irgendwelchen Sachen dran.

00:22:26: und ich fand es ganz toll als ich das erste aufgehängt hatte fast Tränen in den Augen und konnte mir früher sowas überhaupt gar nicht vorstellen.

00:22:33: also ich war da eher so Ja wer machtes die sind nicht schön hat auch kein mehr wert.

00:22:40: gab's bei ihnen auch solche Vorstellungen wie Sie mal dachten, dass sie werden und hat sich das geändert?

00:22:45: oder stimmt es auch überein?

00:22:48: Also so ganz, ganz früher als ich aus der Schule rausgekommen bin.

00:22:51: Da gibt's ja diese Abi-Zeitungen oder diese Oberstufenzeitungen und ich meine mich zu erinnern Dass ich da mal reingeschrieben habe.

00:22:58: Ich könnte mir auf jeden Fall vorstellen auch einfach nur Hausfrau und Mutter zu werden.

00:23:03: Nee, hat jetzt nicht geklappt Das weiß ich auf jeden fall noch.

00:23:10: Und ansonsten nimmt man sich natürlich generell viel vor, ich schrei meine Kinder mal nicht an.

00:23:15: Ich bin immer total entspannt mit uns und so Zeugs.

00:23:18: Ja es ist natürlich ein totaler Quatsch.

00:23:21: ja wir sind alle nur Menschen aber ich glaube dass ich schon ziemlich nah an dem dran bin wie ich's mir auch vorgestellt habe.

00:23:30: dann zu ganz konkret ich hab einfach wahnsinnig starke Nerven.

00:23:35: also das is Das hilft im Job, genauso wie zu Hause.

00:23:41: Und vielleicht legt es auch ein Stück weit daran dass ich ja dann doch nicht allzu oft Zuhause bin.

00:23:47: von dem her ist meine Mami Zeit immer eine sehr wertvolle und Ich habe mal gehört von jemand das ist noch gar nicht ganz so lange heißt ein paar Jahre jetzt schon aber Meine Kinder waren schon eine Weile auf der Welt.

00:24:02: Ich war so ein bisschen genervt, weil ich einen stressigen Tag hatte und irgendwie auch kaputt war am Abend.

00:24:08: Und wenn dann die Kinder erst mal nicht einschlafen können oder wenn sie wollen Mama legt dich noch zu mir ins Bett?

00:24:14: Oder kannst du mich noch ein bisschen strellen oder mir was vorlesen oder irgendwie sowas?

00:24:18: Und ich war dann so ein bissel genervt.

00:24:19: Oh Gott!

00:24:19: Das dauert jetzt wieder so ewig, bis die Kinder im Bett sind und so.

00:24:24: Und dann hat man jemand gesagt Die Zeit geht aber so schnell vorbei.

00:24:27: Irgendwann wollen Sie nicht mehr dass Du sie ins Bett bringst.

00:24:31: Also genieß es doch so lang, solang noch so ist.

00:24:35: Und seitdem ich das gehört habe, genieße ich's!

00:24:38: Auch da sieht man was für eine Einstellungssache das ist?

00:24:41: Ich bin auch platt wenn ich nach Hause komme und hab ehrlicherweise nur Bock auf Sofa vielleicht mal oder direkt Bett Oder einfach nur mal auch am Wochenende.

00:24:51: bitte Kinder geht doch mal alleine ins Bett.

00:24:53: Aber nee mache ich nicht mehr Sondern wenn die wollen dass ich mitkomme und manchmal frage ich einfach nicht ich gehe einfach mit denen weil ich es genießen möchte und dann tue ich das auch.

00:25:04: Und dann freue ich mich da drüber, dass meine Töchter noch wollen, dass sich ihnen was vorsingen.

00:25:08: abends.

00:25:08: dabei sind jetzt auch schon achtundzehn.

00:25:10: Ja, das stimmt!

00:25:11: Es geht wirklich schnell.

00:25:12: mein Große wird jetzt bald treizehn und da fängt es dann schon so langsam an, dass er das nicht mehr möchte.

00:25:18: Ich habe glücklicherweise eine neunjährige und ein fünfjährigen.

00:25:21: Das heißt

00:25:22: die Zeit ist noch nicht vorbei

00:25:24: aber man muss sich das wirklich manchmal ja nochmal ins Gedächtnis rufen, dass es wirklich schnell vorbeigeht.

00:25:32: Dass man's genießen muss.

00:25:33: aber wenn man jetzt zum Beispiel eine schlechte Nacht hat oder so also ich muss ja hier dann morgens um viertel vor fünf anfangen dann sind solche Nächte natürlich nochmal kürzer.

00:25:44: da kann man schon den tag schwer verbringen.

00:25:48: aber ich sitze in meinem büro.

00:25:50: sie müssen ja mit Leuten sprechen ob ihnen jetzt an dem tag gerade passt oder nicht.

00:25:56: Wie

00:25:58: schaffen Sie das, dass man es gar nicht merkt?

00:26:00: Ist auch einfach die positive Einstellung oder die Professionalität.

00:26:03: Oder denken sie sich innerlich manchmal auch so nochmal zurück in mein Bett für eine halbe Stunde?

00:26:09: wäre ich super!

00:26:10: Ich glaube, das denke ich mir.

00:26:11: Ich habe nur keine Zeit mehr das zu denken.

00:26:13: Also vielleicht passiert es im Unterbewusstsein oder so.

00:26:17: Ja natürlich.

00:26:18: also jetzt momentan ist eigentlich eher so selten, dass ich sage jetzt noch mal zurück ins Bett weil wenn ich mal draußen bin, bin ich draußen und dann bin ich in der Regel auch fit.

00:26:27: Ich bin auch nicht so ein heftiger Kaffee-Junkie, ich brauche das jetzt auch nicht.

00:26:30: also ich stehe auch gerne an sich früh auf und fange den Tag einfach gern früh an.

00:26:36: Der beginnt mit meinem Hund.

00:26:38: das heißt ich bin schon mal eine halbe Stunde draußen mit dem Hund morgens und dadurch ist man dann mit der frischen Luft sowieso schon irgendwie ganz anders unterwegs.

00:26:47: Bei mir ist es eigentlich eher so, dass ich mir oft denke, ein Tag frei wäre so schön.

00:26:52: Einmal ausschlafen, einen Tag in der Woche kein Termin!

00:26:56: Das ist mein absolutes Highlight.

00:26:59: und wenn ich mir jetzt was wünschen könnte dann wär's Eintag mit Ausschlaven, mit einem Ausgibbing-Frühstück, mit dem ganzen Tag im Jogginganzug ungeschminkt und die Haare nur einfach irgendwie zu so nem Messyband zusammengemacht Auf und zu verliegen, lesend und fernsehschauend eine Serie nach der anderen.

00:27:20: Das wäre ein Traum!

00:27:22: Das denke ich mir

00:27:23: auch.

00:27:23: Dann werde ich sofort mit dabei.

00:27:25: da könnte ich zustimmen.

00:27:26: Ja das ist eine sehr schöne Vorstellung.

00:27:29: Aber vielleicht kommt es ja bald so... Mit Urlaub oder so.

00:27:33: haben Sie Davies geplant?

00:27:34: Oder ist es auch schwierig in Ihrem Beruf?

00:27:36: Oder haben sie bestimmte Urlaubs-Tage wie man sich das so vorstellt Und die fallen dann natürlich auf die Schulferien?

00:27:43: Ja, natürlich auf die Schulferien.

00:27:44: Ich habe ein Lehrer geheiratet also immer und ewig wird es auf die Schulferien fallen außer wir sind dann irgendwann in Rente.

00:27:53: ich hab dreißig Tage Urlaub wie die meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch Und die muss ich mir halt irgendwie einplanen.

00:28:03: ich rechne zwar ehrlicherweise gerne vor und das ist jetzt nicht, weil ich irgendwie Opfer bin oder so.

00:28:09: Ich habe ja schon gesagt, ich mag mein Job total gern!

00:28:11: Ich möchte doch keinen anderen haben.

00:28:13: also ich lebe das schon und es ist ja auch so toll vielfältig und

00:28:17: großartig.

00:28:19: Deswegen möchte ich gar nicht klagen.

00:28:21: aber die Wahrheit ist...ich hab halt dreißig Tage Urlaub und diese Dreißig-Tage Urlaub nehme ich halt zu Arbeitstagen.

00:28:26: Das heißt zwischen Montag und Freitag Aber dass ich halt Samstag und Sonntag auch noch arbeite.

00:28:32: Und jetzt mit dreinfünfzig Wochenenden im Jahr macht mal über hundert Tage, die noch am Wochenende dazukommen.

00:28:37: wenn nicht da also die Arbeitstage, die ich am Wochenend erarbeitet zähle und die Urlaubstage abzählt dann habe ich Minusurlaub.

00:28:45: Ja aber ich bin auch auf der anderen Seite mein eigener Chef.

00:28:49: als ich leiste mir es dann in August auch mal um fünfzehn Uhr nach Hause zu gehen.

00:28:54: das mache ich dann schon auch mal.

00:28:55: oder Es kann auch mal sein, dass ich erst um elf komme.

00:29:01: Aber das ist ... Ich kann es an eine Hand abzellen, muss ich ehrlich sagen nicht, dass jetzt hängen bleibt, die kommt immer erst mittags ins Rathaus und geht dann irgendwie mittags schon nach Hause so nicht.

00:29:11: Man versucht natürlich mit seinen Kräften zu haushalten.

00:29:14: Ja klar!

00:29:15: Das ist schon.

00:29:16: Aber Urlaub ist Urlaub ganz klar?

00:29:18: Und da bin ich dann auch weg.

00:29:20: also da möchte ich dann noch nicht kontaktiert werden.

00:29:23: Außer bricht jetzt die Welt zusammen.

00:29:26: Gute ist, wenn man Stellvertreter hat die ihren Job ernst nehmen dann arbeiten sie natürlich auch was weg und das hilft schon sehr.

00:29:36: Wir haben auch ein gutes Management dass sich nicht irgendwie mit E-Mails beballert wird.

00:29:40: also die Organisation in meinem Büro funktioniert auch dahingehend dass ich wirklich im Urlaub nur das bekommen was wichtig wichtig wichtig ist.

00:29:50: Und wenn man ganz ehrlich ist Im August sind pro Tag vielleicht maximal zwei E-Mails wichtig.

00:29:58: Mehr ist das nicht und das kann man dann auch in fünf Minuten erledigen im Urlaub.

00:30:02: also ich muss halt erreichbar sein, das bin ich auch aber ich kann mich da nicht beschweren und da ist dann auch meine Priorität auf meiner Familie.

00:30:12: es gilt aber auch wegfahren ist besser weil wenn ich zu Hause bin Ich habe es vorher schon gesagt, dann fange ich an Keller aufzuräumen.

00:30:19: Dann fang ich an was Neues mir auszudenken.

00:30:22: die Garage ist auch so ein Klassiker.

00:30:24: Dann Fange ich einem Garten zu arbeiten oder sowas.

00:30:27: dabei wäre es vielleicht einfach nur mal gut sich hinzulegen um nichts zu tun oder mein gutes Buch zu lesen und das gelingt mir in der Regel wirklich nur wenn ich weg bin.

00:30:36: Ja das verstehe ich.

00:30:37: Ich fange immer an die Kinderzimmer umzu dekorieren.

00:30:39: warum auch immer

00:30:40: Kann nicht total nachvollziehen Alte Klamotten rauswerfen, die den Kindern nicht mehr passen.

00:30:46: Was Neues rein und das kann schon mal einen halben Tag dauern.

00:30:48: Absolut!

00:30:49: Haben Sie zum Schluss ein Tipp für die Mamas?

00:30:52: Wie kriegt man so alles unter Einhut?

00:30:55: also manche trauen sich glaube ich auch einfach gar nicht wieder voll in den Beruf einzusteigen weil sie denken sie müssen zu Hause verpassen was oder sie werden dann gar nichts gerecht.

00:31:06: wie schaffen sie es das hinzubekommen?

00:31:09: oder was könnten Sie anderen Mamas sagen, dass sie sich doch trauen einfach ihr Ding so durchzuziehen wie sie es möchten?

00:31:15: Also da jedes Kind anders ist und auch jede Lebenssituation total unterschiedlich ist gibt's glaube ich nicht so einen Tipp.

00:31:22: Und ich möchte auch niemand der in einer beispielsweise alleinerziehenden Situationen einen Tipp geben weil ich meine zu glauben wie es der geht oder welche Probleme die Person hat das weiß ich einfach nicht.

00:31:35: deswegen Muss es irgendwie jede für sich selber entscheiden?

00:31:39: Ich möchte eigentlich nur dafür werben und bestärken, dass es total wichtig ist.

00:31:44: Sich gut zu organisieren und auch einfach zum Machen für sich selbst mal.

00:31:50: wir versuchen ja immer es allen allen rechtzumachen also dem Partner den Eltern vielleicht selber Denjenigen die einen von außen beobachten und vielleicht kritisieren Und nicht zuletzt natürlich den Kindern selber.

00:32:03: aber die im übrigen die packen mehr und können mehr als man denkt.

00:32:08: Und ich glaube, sie sind mit glücklichen Mamas, die auch erfüllt sind im Job und in ihrer Freizeit vielleicht auch zufrieden sind mit sich in ihrem Körper deutlich glücklichere Kinder als solche, die merken dass Mama ständig unzufrieden ist.

00:32:21: also von dem her werbe ich einfach nur auch mal aufsicht zu gucken ohne egoistisch zu sein aber ab und zu mal einfach sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen hilft glaube ich dem Gesamtsystem am allermeisten.

00:32:34: Die

00:32:35: Mama von der Podcast rund um die Family.

00:32:38: Mit freundlicher Unterstützung von Tenchert Immobilien, wir lieben Immobilian und sind mit vierzig Jahren Markterfahrung für euch vor Ort www.tenchertsde.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.